„Ad absurdum“ geführte Begriffe: Betroffenheit, Krankheit, Behinderung

Man sollte es nicht glauben, aber es gibt im Internet tatsächlich manch Webportale (Chats, Foren etc.) in denen Begrifflichkeiten wie z.B.: „betroffen“, „Krankheit“, „Behinderung“ des Öfteren „ad absurdum“ geführt werden.

Es gibt nicht wenige User die regen sich über die Formulierungen

betroffen – Betroffene/r, Krankheit, Behinderung

auf, weil laut deren Meinung die aufgeführten Begrifflichkeiten etwas Abwertendes bedeuten. Es handelt sich in manch Webportalen (je nach gelisteten Gruppen mal mehr, mal weniger) um folgende User:

  • Diagnostizierte Autisten welche Nachteilsausgleiche fordern
  • Diagnostizierte Autisten welche Nachteilsausgleiche zugesprochen bekamen und diese nutzen
  • Verdachts-Autisten die eine Diagnostik anstreben
  • Verdachts-Autisten die keine Diagnostik anstreben
  • Und zu guter Letzt die Krönung des Ganzen, wenn es sich um Verdachts-Autisten handelt, welche sich voller Selbstüberschätzung eine Autismus Diagnose selbst geben. Dem noch nicht genug, dieselben Anerkennungen & Rechte fordern, wie sie manch diagnostizierte Autisten haben

All jene sich jedoch zeitgleich, negativ über die hier aufgeführten Begrifflichkeiten auslassen.

Dies hat leider oft zur Folge, dass sich so manch aufrichtige User, wegen Bedenken möglicher Sanktionen anderer User und/oder Betreiber von Webportalen, sich nicht trauen solch Begrifflichkeiten zu verwenden.

Die Leidtragenden solch „ad absurdum“ geführten Diskussionen sind lt. Ihrer Meinung

  • Autisten die offen im Alltag mit ihrer Krankheit und oder Behinderung umgehen
  • Angehörige die über ihre Kinder und/oder Partner schreiben


All jene werden in Folge nicht selten reglementier und belehrt. Und zu guter Letzt haben im Alltag so manch Autisten, bzw. deren Angehörigen andere „Sorgen & Nöte“ wie sich über solch genannten Begrifflichkeiten in der virtuellen Welt belehren zu lassen.

Es ist ein seltsames Phänomen welches Autism_Trinity bis heute nicht verstanden hat. Denn wenn man eine Autismus Diagnose hat

  • Zählt diese im „Gesundheitskatalog der Krankheiten (ICD-10)“ zu Entwicklungsstörungen in der Kindheit
  • Krankheiten welche man länger als 6 Monaten hat, zählen zu „chronischen Krankheiten“, bzw. zu Behinderungen, wenn diese in einigen Lebensbereichen den Alltag einschränken


Realistisch betrachtet ist ein Mensch welcher etwas schwerwiegendes wie „Autismus“ im Lebensalltag hat „betroffen“ und es zählt im Gesundheitswesen der Krankenkassen als Krankheit. Des Weiteren, wenn jemand in manch Lebensbereichen Nachteilsausgleiche (Schwerbehindertenausweis, Integrationshilfe, Pflegestufe, steuerliche Vergünstigungen) bezieht, so hat diese Person eine Behinderung, wenn nicht sogar eine Schwerbehinderung.

Somit ist es lt. Autism_Trinity völlig legitim, im Falle von „Autismus“ in Beschreibungen/Erklärungen manch Begrifflichkeiten zu verwenden. Es sollte jedoch nicht der betreffende Mensch konstant auf diese Begrifflichkeiten reduziert und/oder denunziert werden.

 

Aktuell (Anno 2016) gibt es zunehmend den Trend, dass sich innerhalb des Themenbereiches „Autismus“ eine Gruppe Menschen gibt, die sich „selbstdiagnostizieren“ und um ihre Anerkennung kämpfen. Sie treten z.B. unter dem Sammelbegriff „neurodivergent“ auf und maßen sich an mit diagnostizierten

  • Autisten
  • ADHS‘lern
  • Borderlinern
  • Depressiven
  • Schizophrenen
  • Menschen mit Posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS)
  • transsexuellen Menschen, die den nicht leichten Weg bis zum Ende gegangen sind

gleichgestellt und allgemein anerkannt zu werden. Diese Anmaßung ist lt. Twitter - Autism_Trinity „psychiatrische Blasphemie“ und eine Zumutung für alle Menschen die eine, bzw. mehre der oben gelisteten Diagnosen haben. Denn jene, die solch Diagnosen haben, haben einen temporären, rezidivierenden oder statischen Leidensweg hinter sich.

Im Internet ist sehr schnell etwas geschrieben (zum Teil leider auch sehr leichtfertig). Jemand der zu einer der gelisteten Thematiken, als Leser, Interessent oder Mensch mit Eigenverdacht einsteigt, hat das Recht auf fundamentierte Informationsgewinnung, damit ein Eigenverdacht, sofern sich dieser verhärtet fachlich abgeklärt werden kann.

Dies, was Autism_Trinity hier auf dieser Seite schreibt und worüber sie aufklärt, könnte man im Umkehrschluss ebenso auf sie selbst verwenden, denn auch sie schreibt im Internet auf ihrer Seite primär zur Thematik Autismus, da sie seit Kindheit Autismus bezogene, zwischenmenschliche Probleme im Alltag hat.

Aber sie hat im Gegensatz zu so manchem Fake oder Troll im Internet, real sehr viele Lebenserfahrungen, bedingt durch eigene Diagnosen und durch reales Erleben der Menschen mit einer der oben genannten Diagnosen. Da sie seit 2 Jahrzehnten reale Begegnungen mit Menschen der oben genannten Diagnosen hat und seit dem Jahr 2000 Internet-Aktivistin in verschiedenen Bereichen schon war und ist.

Was den Bereich Autismus betrifft, so ist sie nicht nur selbst diagnostizierte Autistin, sondern auch:

  • Angehörige einer Autistin
  • Moderatorin (insgesamt addiert 7 Jahre aus 2 Selbsthilfegruppen in denen sie war/ist)
  • In der Selbsthilfe auf Ortsebene tätig
  • In der Selbsthilfe auf Kreisebene tätig
  • In der Selbsthilfe auf Regionalebene tätig

Durch reale Treffen und Veranstaltungen, an denen Autisten und auch Angehörige mit ihren Autisten (Asperger bis hin zu schwerstbetroffenen frühkindliche Autisten, die in Einrichtungen leben) teilnehmen, hat sie stets real das autistische Spektrum vor Augen.

Auch der reale Kontakt zu Menschen mit den oben genannten Diagnosen (wie oben aufgelistetet), besteht. Da sie zusätzlich (sofern es gesundheitlich möglich ist und sie die Zeit hat) eine diakonische Begegnungsstätte besucht. Dort tauscht sie sich zu Themen im Bereich Alltagsbewältigung aus, oder spielt mit Autisten, Borderlinern, Schizophrenen etc. das Spiel „Stadt, Land Fluss“.

Und was den Bereich „Gender“ betrifft, so gibt es da seit Jahren verschiedene Bewegungen im Internet; die in der breiten Masse der Gesellschaft nicht akzeptiert und toleriert werden, wofür sie durchaus Verständnis hat. Nichts gegen Menschen die intersexuell geboren wurden. Auch nichts gegen Menschen die sich gegengeschlechtlich fühlen und irgendwann den Mut finden, den nicht leichten Weg auf sich zu nehmen komplett von Frau auf Mann, oder von Mann auf Frau (inkl. OPs) zu wechseln.

Jedoch für den oftmals veranstalteten Gender-Zirkus in der Öffentlichkeit, wo es mehr um sehr exzentrische Selbstdarstellung geht (je schriller und abartiger = desto besser), dafür hat sie Null Verständnis.

Ihrer Meinung nach, kann sich jeder fühlen und wahrnehmen wie er ist.

Aber wenn es solch Ausmaße annimmt, dass es einschneidend in andere Bereiche und Gesellschaftsgruppen übergeht, (weil sich manche anmaßen, dieselbe Anerkennung, Rechte und Unterstützung zu erlangen wie die diagnostizierten Menschen) und vor lauter Selbstüberschätzung (stellenweise) dazu neigen Tatsachen zu verfälschen, denn geht dies zu weit.

Es mag durchaus sein, dass Personen die unter dem Label „neurodivergent“, auftreten und für ihre selbstdiagnostizierten Diagnosen um Anerkennung kämpfen, eine oder mehre Diagnosen fachärztlich bestätigt bekommen haben. Dies ist ok, jeder weitere Verdacht, der zur Selbstdiagnose mutiert, ist laut Twitter - Autism_Trinity eine regelrechte Zumutung, für Menschen die jene Diagnosen, bedingt vieler Alltagsproblematiken haben.

 

Was ist Internet-Aktivismus?

Bei Internet-Aktivismus handelt es sich um Personen, die es in einer unendlichen Vielzahlt von Gesellschafts- und/oder Interessen-Gruppen gibt. Dies insbesondere auch bei Minderheiten aller Art. Das Internet macht es möglich, dass man sich von zu Hause aus und/oder mobil sich aktivistisch in seinem Bereich beteiligen kann. Denn die modernen Kommunikationsmittel der heutigen Zeit, gepaart aus „Telefonie & Internet“ machen es möglich.

So stehen Aktivisten, ebenfalls eine Vielzahl von Möglichkeiten und Portalen zu Verfügung. In der Regel sind dies

 

 

 Der Unterschied zwischen Internet-Engagement und Internet-Aktivismus

Dennoch gibt es innerhalb eines „ehrenamtlichen Engagement“ im Internet laut Trinity 3 Unterschiede

  • Die einen beteiligen sich z.B. kollektiv innerhalb der Masse ihrer Gesellschaftsgruppe
  • Die nächsten übernehmen in Portalen wie z.B. in „Chats & Foren“ Ehrenämter als Administrator und/oder Moderator/Operator

Denn bei Internet-Aktivisten handelt es sich primär um Aktivisten, welche die neuen Medien beherrschen und sie vielfältig nutzen. Sie engagieren sich in ihren jeweiligen Bereichen, recherchieren, analysieren und decken Missstände auf. Sie schwimmen nicht primär passiv im Mainstream mit, sondern haben die Zivilcourage, an Stelle die Augen davor zu verschließen, über Missstände und so manches Unrecht aufzuklären.

Das Traurige ist, dass im realen Leben (an Orten/Plätzen) der Mensch mit Zivilcourage als der Held gefeiert wird; aber Internet-Aktivisten oftmals unterstellt wird, ein „Nestbeschmutzer" zu sein.

 

Internet-Aktivisten unter Autisten

Da es in allen Gesellschaftsgruppen Internet-Aktivisten gibt, gibt es diese auch unter Autisten. Aber dennoch bittet die Autorin dieses Beitrages, über Internet-Aktivismus folgendes zu beachten Unter Internet-Aktivisten kann es auch Autisten geben, jedoch sind in keiner Weise, umgekehrt betrachtete alle Aktivisten im Internet Autisten, sie sind nur ein Teil der Vielzahl an Aktivisten.

Dies als Hinweis, dass nicht der Begriff „Autisten“ rhetorisch für eigene Zwecke anderer Autoren missbraucht wird, wie man es leider allzu oft in den Medien nachlesen kann, wenn der Begriff für andere Zwecke missbraucht wurde.

 

 Das Internet eine Bereicherung

Des Weiteren ist das Internet lt. der Autorin eine Bereicherung, denn man kann mit anderen Menschen kommunizieren, ohne dass man mit ihnen real Kontakt haben muss. Vieles lässt sich aus autistischer Sicht betrachtet, bedingt des Internets in vertrauter Umgebungen zu Hause oder mobil erledigen. Somit lässt sich insbesondere gegenüber der real verbalen Kommunikation mit Nicht-Autisten, einiges durch schriftliche Kommunikation kompensieren. In der schriftlichen Kommunikation im Internet, ist der Zeitpunkt des Lesens und Antwortens nicht vorgegeben, wodurch genügend Raum vorhanden ist, dies in Ruhe zu tun. Dies ist ein entscheidender Vorteil gegenüber der Kommunikation von Angesicht zu Angesicht im realen Leben.

Trinity als Internet-Aktivistin

Sie hat seit dem 04.03.1996 Internet und ist seit dem Jahr 2000 Internet-Aktivistin, wo sie sich bis Dato schon in mehreren Bereichen ehrenamtlich engagierte. Zusätzlich war sie seit dem Jahr 2003 mehrfach langjährig Administrator & Moderator in Chats und Foren ehrenamtlich engagiert.